Der Ortskirchenrat der Gemeinde Heilige Familie Falkenstein/ Vogtland fordert in einem offenen Brief an Bischof Heinrich Timmerevers unabhängige und transparente Aufarbeitung unter Einbeziehung der Betroffenen, wie es in der Vereinbarung der Deutschen Bischofskonferenz mit dem damaligen Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) bereits am 28. April 2020 (sic!) vereinbart worden war.
Wir veröffentlichen den offenen Brief hier auf unserer Website.
In den vergangenen Wochen wurde in der Kirchenzeitung Tag des Herrn (Nr. 7 vom 29. März 2026, S. 35, und Nr. 8 vom 12. April 2026, S. 17) über diesen Brief berichtet, der bislang in seinem Wortlaut nirgendwo veröffentlicht worden war.
Hintergrund ist eine jahrelange Verzögerung der Aufarbeitung im Bistum Dresden-Meißen.
Erst 2023 wurde gemeinsam mit dem Erzbistum Berlin, dem Bistum Görlitz und der Militärseelsorge eine Aufarbeitungskommission installiert, die zum 1. Juni 2025 in einer deutschlandweit einmaligen Vorgehensweise just zu dem Zeitpunkt aufgelöst wurde, als nach einer verzögerten, doch schließlich stattgefundenen erfolgreichen Ausschreibung eine Aufarbeitungsstudie beauftragt werden sollte. Offen bleibt, ob die aktuelle Ausschreibung zur Bildung eines Betroffenenbeirats mit einem Auswahlverfahren, dass bereits in der Vergangenheit unsererseits kritisiert worden war (vgl. offener Brief zur institutionellen Aufarbeitung von Christiane Gläser vom 9. Mai 2022 und Brandbrief von Christina Meinel vom 30. April 2021) und drei Jahre lang nicht von Erfolg gekrönt war, letztlich einem anderen Zweck dient, als Aufarbeitung im Bistum Dresden-Meißen weiter zu verzögern. Mehr desselben ist offensichtlich nur in dieser Hinsicht zielführend. (avu)
